Ja, Dr. Schräg am Apparat!
Anruferin: Tjaaaa, also ich …
Dr. Schräg: Kann ich Ihnen helfen?
Anruferin: Ich weiß nicht, ob …
Dr. Schräg: Sie wissen nicht, ob Sie sich mir anvertrauen können.
Anruferin: Genau!
Dr. Schräg: Versuchen Sie es einfach mal und dann sehen wir weiter.
Anruferin: Tjaaa, wenn das so einfach wäre, dann …
Dr. Schräg: Dann?
Anruferin: Also gut, ich will's mal versuchen. Wissen Sie, ich bin Witwe und schon etwas älter, aber noch ganz gut beisammen. Geistig sowieso, aber auch körperlich. Und ich habe gewisse Bedürfnisse. Sie verstehen, was ich meine?
Dr. Schräg: Nicht ganz.
Anruferin: Immer allein zu sein ist doof. Daher habe ich vor einiger Zeit im "Gauweiler Tageblatt" eine Kontaktanzeige aufgegeben:
Reife Frau in der Blüte ihrer Jahre, alleinstehend, sucht netten Mann (Nichtraucher) für gemeinsame
Unternehmungen.
Dr. Schräg: Ja. Und wo drückt nun der Schuh?
Anruferin: Woher wissen Sie das mit den Schuhen? Ich habe doch noch gar nichts erzählt.
Dr. Schräg: Das ist doch nur eine Redensart.
Anruferin: Ach so.
Dr. Schräg: Ihre Schuhe drücken. Habe ich das jetzt richtig verstanden?
Anruferin: Nein, meine Schuhe drücken nicht. Es gibt aber trotzdem ein Problem mit meinen Schuhen.